Vor der Blüte nennen wir die Blütenstände Gescheine. Sie sehen aus wie kleine, verzweigte Rispen und besitzen eine große Anzahl an Blütenansätzen, aus denen einzelne Blüten entstehen.
Jede Blüte ist von einem Käppchen bedeckt, dieses hebt sich beim Öffnen der Blüte wie ein Deckel und fällt ab. Dadurch kann die Bestäubung stattfinden, die Rebe ist selbstbefruchtend.

Unbefruchtete Blüten verkümmern und werden vom Stielgerüst abgestoßen. Je nach Rebsorte entwickeln sich zwischen 30 und 60 % der Blüten, dies ist die sogenannten „Durchblührate“. Die Entwicklung des Gescheins ist witterungssensibel: Regen, Kälte oder Hitze können die Fruchtbarkeit stören und es kann zur "Verrieselung" kommen. Dabei werden kleinere Blüten und Beeren abgestoßen. Folglich ist das Klima während der Blütephase entscheidend für den späteren Ertrag.
